Von Blogleichen und Wintermelancholie

Ein bisschen witzlos, aber doch nötig, beginne ich diesen Beitrag mit der kurzen und sehr offensichtlichen Information, dass ich es nach geschlagenen vier Monaten endlich geschafft habe, das nachfolgende kleine Textchen zu verfassen. Kurz gesagt: dieser Blog ist nicht tot und demnach auch keine Blogleiche! Am meisten freuen wird das jetzt wahrscheinlich meine Dozentin, die uns schon im ersten Seminar zum Thema „Blog schreiben“ eindringlich davor gewarnt hat, unser Blogbaby in den Weiten des Internets verwahrlosen zu lassen und ihn sich damit zu den unzähligen angebrochenen und lieblos weggeworfenen Internetblogs einreihen zu lassen. Auf keinen Fall!

Im Grunde gibt es auch keinen hundertprozentig nachvollziehbaren Grund dafür, warum ich so ewig nichts mehr gepostet habe, auch wenn mich der ganz normale Alltagswahnsinn in den letzten Monaten vielleicht ein bisschen doller eingespannt hat als sonst. Irgendwie ist die Zeit einfach so unglaublich gerast, dass mein Blogbeitragverfassendes Ich nicht hinterher gekommen ist. Eben noch habe ich die Sonne Teneriffas auf meinen Bauch scheinen lassen und die Gondeln Venedigs bestaunt, da ist die Temperatur auch schon um gefühlte 50 Grad gesunken. Plötzlich war der Tag um vier Uhr für mich vorbei, der Geruch von Glühwein und Lebkuchen erfüllte die Luft, meine daily challenge bestand aus Türchensuchen und in der Stadt stieß ich auf hell beleuchtete Rentiere und Weihnachtsmänner. Kirchenorgel, Kinderchor, Fondue, Tonnenweise Schokolade und zack, Weihnachten vorbei. Schon bewunderte ich die Farben der Leuchtraketen, hieß 2019 willkommen und regte mich in einem Zug über das alberne und völlig sinnfreie Rumgeböllere auf.

Und plötzlich finde ich mich hier wieder. Mitten in der Wintermelancholie. Ich bin genervt vom Wetter, vom ewigen Grau und Nass und von ständig kalten Füßen. Ich sehne den Sommer herbei und hoffe so inständig, dass die nächsten vier Monate es den vergangenen gleich tun.

Dennoch bin ich was diesen  Blog hier angeht voller Tatendrang und hab eine ganze Menge Ideen, über was ich in nächster Zeit so schreiben will. Vielleicht ein Beitrag über das wunderschöne Venedig, was mich wirklich verzaubert hat. Oder darüber, wie es ist, wenn man plötzlich wieder Zuhause einzieht, denn in dieser Situation befinde ich mich aktuell. Ein Beitrag über mein Praktikum beim Fernsehen, über das Fernsehen selbst, über Zukunft, Winter, Melancholie und Sommernachtsträume. Da kommt was, ganz sicher!

Ein Gedanke zu “Von Blogleichen und Wintermelancholie

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