Die weniger schönen Dinge im Leben – Leider geil

Hello ihr Lieben,

Das was mir letzte Woche passiert ist, hat mich dazu angeregt den heutigen Beitrag zu verfassen. Den Beitrag zum Sonntag sozusagen. Es geht um Klamotten, die absolut nicht schön sind, aber trotzdem leider ziemlich geil. Paradebeispiel dafür sind Uggs. Ja genau, diese unförmigen Winterstiefel, die absolut jeden Fuß 10 Größen größer und seltsam breit wirken lassen. Vielleicht gelten diese Schuhe aus diesem Grund bei so ziemlich jedem männlichen Wesen in diesem Universum als der Attraktivitätskiller Nr.1. Uns Frauen interessiert das natürlich nicht. Die Stiefel halten jedem noch so bitterlich kalten Winter stand, sind unglaublich bequem und genau deswegen einfach leider ziemlich geil.

So ähnlich erging es mir letzte Woche mit den Birkenstock-Schuhen. Jahrelang hatte meine Mutter mir erfolglos versucht ein paar dieser Jesus-Latschen als Hausschuhe anzudrehen. Ganz abgesehen davon, dass ich die Dinger als abgrundtief hässlich empfand, war mein Weltbild schon damals von der bloßen Tatsache mehr als 50€ für ein paar Fußtreter zu bezahlen, ziemlich gestört. 50€ ist schließlich eine Menge Geld, für welches man sich genauso gut ein paar schöne Vans (oder was auch immer) leisten kann. Was Meinungen angeht bin ich auch eigentlich ziemlich standhaft und hielt auch meine bezüglich der Birkenstocks für unumstößlich. Auch als die guten Birkis in den letzten Jahren ihr Comeback gefeiert haben, hatte ich dafür nur ein verächtliches Schnauben übrig.

Ja und dann ist es passiert. Vor circa einem Jahr hab ich mir für den Urlaub ein paar Billo-Fake-Birkis gekauft (genauer gesagt hat meine Mama sie mir gekauft. In den letzten Wochen habe ich beim Bloggen gelernt, dass Menschen penibel darauf achten). Die guten Stücke habe ich dann ungefähr jeden Tag getragen. Auch nach dem Urlaub wurden dieser zwar hässliche, aber sau praktische Schuh zu meinem treuen Begleiter bei jeder sommerlichen Unternehmung, die kein festes Schuhwerk erforderte. Und dann kam es wie es kommen musste. Der  Billo-Schuh machte seinem Namen alle Ehre und verabschiedet sich an einem schönen Sommertag still und heimlich mitten im Aldi von mir. Na danke, dachte ich und lief Barfuß nach Hause.

Und dann passierte das noch viel erstaunlichere. Ich war bereit ein paar echte Birkenstocks zu erwerben und dem Trend, zwei Jahre hinterher hängend, endlich nachzugeben. Und was soll ich sagen…das war ungefähr der beste Kauf (und auch an dieser Stelle geht wieder ein Shoutout an meine Mutti raus) meines Lebens. Zwar entsprechen die Treter immer noch nicht meinem ästhetischen Verständnis von Schönheit, erfüllen aber jedes Kriterium was ein Schuh an Gemütlichkeit und Praktikabilität erfüllen sollte.

Es gibt eben Dinge, die sind einfach leider geil. Genauso wie Regenponchos in den seltensten Fällen schön, bei Hagel aber einfach unabdingbar sind. Genau wie Jogginghosen, Crocs, Haremshosen oder der gute alte Baumwollschlüppi. Schönheit ist eben nicht alles. Dass auch ich mein manchmal doch ziemliches eitles Ross mal verlassen und stattdessen zu Fuß mit meinen Birkis laufen würde, hätte ich selbst nicht von mir gedacht.

Jeder hat sein eigenes „Leider Geil“-Objekt und manchmal lohnt es sich definitiv über den eigenen ästhetischen Schatten zu springen und auch den weniger schönen Dingen eine Chance zu geben.

Mir ist natürlich völlig bewusst, dass Schönheit sowieso immer im eigenen subjektiven Ermessen liegt, weswegen dieser Beitrag nicht zuu ernst zu nehmen ist!

Einen schönen Sonntag euch allen!

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