10 Gründe, warum Kapstadt ganz bestimmt immer eine Reise wert ist!

1. Kapstädter sind die absoluten Chiller – keine Hetze, keine Eile

Für den bürokratiegewöhnten, pünktlichkeitsliebenden Deutschen mag das auf den ersten Blick vielleicht nicht grade verlockend klingen: nach anfänglichen Ärgernissen gewöhnt man sich aber schnell an diesen entspannten Lebensstil und lernt ihn mit der Zeit auch lieben. Hetze, Eile, und durchgetaktete Tagesstrukturen braucht dort wirklich niemand – bei den heißen Temperaturen im Sommer wäre das auch mit unangenehm viel Schweiß und Anstrengung verbunden. Hier wird in den Tag gelebt und damit jeder  Sonnenstrahl auf der Haut und jedes Meeresrauschen in vollen Zügen genossen. Das Leben ist schön – allerdings nur, wenn man sich auch die Zeit nimmt, das zu erkennen.

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2. Es liegt am Meer und ist dennoch eine Großstadt

Ich bin absolut fasziniert von Großstädten. Ich mag die Vielfalt und das Leben, das aus ihnen hervorgeht. Die vielen Eindrücke, Menschen und Lichter, die einen umgeben, wenn man zum Beispiel durch New York spaziert und aus jeder Straßenecke eine neue Szenerie hervor zugehen scheint. Da ich durch meinen absolut verschobenen Studentenrhythmus auch die Nächte nicht grade verschmähe, ist es mir schon wichtig, dass man in einer Stadt die Möglichkeit hat, nachts noch was zu erleben. Kapstadt und seine Nächte sind der absolut perfekte Ort für das ein oder andere kleine (oder auch große) Abenteuer. Dafür eigenen sich die vielen Bars und Clubs auf der Longstreet, in Observatory oder einfach beim Nachbarn im Garten, der mit großer Wahrscheinlichkeit sowieso grade einen Braai vorbereitet. (Denn „gebraait“ wird hier sowieso immer und zu jeder Zeit. Ich würde den Braai als eine bisschen ausgeartete Weiterführung des Grillens bezeichnen, die sich allerdings nicht nur auf das Essen bezieht, sondern mit viel Gesellschaft, dem ein oder anderen Getränk und jeder Menge Spaß verbunden ist). Hab ich das Beste daran eigentlich schon erwähnt? Denn auf das Strandfeeling und Meeresrauschen muss man dabei nämlich auch nicht verzichten. Ziemlich praktisch, dass Kapstadt sogar an zwei Meeren liegt und man sich aussuchen kann, an welchem Strand man den nächsten Morgen auskatert oder den vollgegessenen Braai-Bauch bräunt.

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3. Lass schmecken! – Gehuldigt sei das gute Essen in Kapstadt!

Für Feinschmecker, Genussmenschen und Naschkatzen kenne ich keinen besseren Ort als Kapstadt. Egal ob ihr auf Asiatisch, Spanisch ,Indisch, auf Süßspeisen oder richtig deftige Currywurst steht: ihr werdet hier ganz bestimmt fündig. Ob bei der Waterfront, in Sea Pont, auf dem Neighbourgoods Market bei der Biscuit Mill oder beim City Bowl. Auf den zahlreichen Märkten gibt es eine riesige Auswahl mit  allem, was euer Feinschmeckerherz so begehrt! Und obendrauf bekommt ihr gleich eine von positiven Vibes nur so strotzende Atmosphäre mit toller Musik  und lachenden Menschen, die garantiert um kein gutes Gespräch verlegen sind! Hier lässt es sich wahrhaftig dinieren.

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4. Strandpausen nutzen – Actionsfans aufgepasst!

Wer keine Lust hat den ganzen Tag nur faul in der Sonne zu liegen oder sich vom einem zum anderen Essenstand durchzuschlemmen, der wird in Kapstadt ganz bestimmt ebenfalls auf seine Kosten kommen. Gefühlt kann man hier nämlich wirklich jeden Tag etwas neues Actionreiches erleben. Surfen lernen (auf dem Wasser oder auf dem Sand), Fallschirmspringen, mit Haien oder Walen tauchen, sich todesmutig die Bungeeklippen runterjagen, Windsurfen, Paragliding, den Tafelberg oder Lions Head besteigen oder mit dem Jeep durch das Löwengehege flitzen: ihr seht – bei so vielen Auswahlmöglichkeiten kann es gar nicht langweilig werden. Wo hat man schon die Möglichkeit all diese Dinge in oder im Umkreis einer Stadt zu erleben? Jeden Tag könnt ihr euch hier in ein neues Abenteuer stürzen.

Surfgirl

 

5. Holy Guacamole – Avokadoparadies

Da taucht sie wieder auf: Die Superfrucht! Der Hautverschönerer, Krebsverringerer und Freund vieler Diäten: die Avokado! Doch selbst, wenn sie all diese Eigenschaften nicht inne hätte, eins kann sie ganz bestimmt: richtig gut schmecken. Egal ob in Schnittchen auf dem Brot, im Salat oder zur vielerorts verehrten „Guacamole“ verarbeitet; die Avokado schmeckt in fast jeder Form. Südafrika stellt durch das warme Klima den perfekten Ort für den Avokadobaum dar: ihr könnt euch das Früchten also quasi direkt vom Baum pflücken. Und selbst wenn ihr zufällig grade keinen Avokadobaum in der Nähe habt, geht ihr einfach in den nächstgelegenen Supermarkt und kauft euch einen Beutel. Hier kostet das gute Stück nämlich nicht 2€ aufwärts, sondern weniger als die Hälfte, was mit Sicherheit damit zusammenhängt, dass keine Transportkosten, Reifeprozesse oder Gewächshauslampen  bezahlt werden müssen; also ab ins Avokadoparadies.

 

6. 1 Rand Shot Bars

Zugegeben, das ist jetzt vielleicht nicht für jeden was: aber für alle Feierwütigen unter euch hab ich hier eine ziemlich gute Nachricht. Der Alkohol in Kapstadt ist alles andere als teuer. Ob du dir für wenig Geld einen guten Cocktail gönnst oder einfach die Nacht in der 1 Rand Shot Bar verbringst – der Abend wird zumindest alkoholtechnisch ein Erfolg. Byebye Vorglühen. Endlich kannst du dir auch mal Alkohol in den Bars leisten. Klingt verlockend, oder? Aber aufpassen: 1 Shot der nur 1 Rand kostet, kann nicht besonders hochwertig sein und da wir ja alle wissen, dass Alkohol sowieso nur in Maßen genossen werden sollte, solltet ihr den Besuch der 1 Rand Shot Bar für einen besonders passenden Moment aussuchen.

 

7. Minibusfahrten 

Die Infrastruktur Südafrikas ist wirklich ein bisschen bedürftig und das fast vollständige Fehlen von öffentlichen Verkehrsmitteln wie Straßenbahnen oder richtigen Bussen, kann zeitweise schon ein bisschen nervig sein. Die gute Nachricht ist, dass Kapstadt nur so von Minibussen wuselt. Reiseführer raten regelmäßig von der Benutzung der Minibusse als Touristen ab. Zu groß die Gefahr ausgeraubt zu werden, zu unsicher die Verkehrsmittel, zu eng und stickig die Busse. Solange man sich wie ein Tourist verhält, würde ich auch nicht in Erwägung ziehen mit dem Minibus zu fahren. Den Deckmantel des Touristen abgelegt, stellen Minibusfahrten allerdings den perfekten Weg dar, Südafrika und seine Einwohner von einer ganz andere Seite kennen zu lernen. Natürlich ist die Fahrt mit dem Minibus nie komplett risikolos. Wenn man allerdings ein par Regeln beachtet, (Minibus nur im Hellen, Niemals alleine in einen Minibus setzen, etc. etc.), kann die Fahrt ein sehr cooles Ereignis werden. Mit vielen Afrikaner, witzigen Gesprächen und cooler Musik könnt ihr euch für sehr wenig Geld lässig durch die Straßen Kapstadts bugsieren lassen. Im Minibus ist immer was los: Neben euch versucht ein Mann verzweifelt seine Erdnuss aufzubekommen, die Frau hinter euch hält gefühlte 40 Donuts in die Luft, um sie vor dem Gedrängel im Bus zu schützen (ist bestimmt für nen Braai), der Fahrer grölt sein neues Lieblingslied aus dem Fenster und der Typ vor euch stellt komische Fragen. Minibus fahren macht Spaß. Man weiß nie, was einen bei der nächsten Fahrt erwartet, was selbst die täglichen Arbeitswege zu einem eigenen kleinen Abenteuer werden lassen.

 

8. Oh Capetown, you are beautiful 

Muss ich diesen Punkt wirklich erläutern? Es ist natürlich Ansichtssache, ob Kapstadt jetzt eine der schönsten Städte der Welt ist oder nicht. Im Prinzip war ich einfach glücklich jeden Tag von Neuem durch die atemberaubende Natur und die fast ein bisschen romantische Kulisse der Stadt verzaubert zu werden. Das Meer, die Berge, die wunderschönen Strände und inmitten dessen die Großstadt mit ihren Hochhäusern, deren Skyline dich nachts durch die vielen kleinen Lichter und die unheimliche Atmosphäre unweigerlich auf dem Highway stoppen lässt, nur um dich  erneut begreifen zu lassen, dass du grade wirklich hier bist.

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9. Mit dem Auto durch das Wildlife – Schluss mit Zoos 

Wenn du dich dann doch mal dafür entscheidest auf das Abenteuer Minibus zu verzichten, um mit dem Auto durch die Gegend zu cruisen, ist das meiste nicht weniger spannend.  Mal ganz abgesehen von der rasanten Fahrweise, die die Kapstädter zu pflegen wissen, musst du dich auch über die nervigen Rush Hours nicht ärgern. Auf den großen Highways kannst du nämlich Tiere bestaunen, die du aus Deutschland höchstens aus dem Zoo kennst. Ob es ein Strauß ist, der entspannt an deinem Auto langspaziert oder du aus der Ferne die Zebras über die Wiesen streichen siehst. Hier herrscht Natur pur!

 

10. Sunddowner und Signal Hill

Ihr habt mal wieder einen richtig stressigen Tag gehabt. Uni läuft gar nicht oder die Kollegen haben euch den ganzen Tag zur Weißglut gebracht. Vielleicht hat auch eurer Nachbar mit seiner neuen Heckenschere versehentlich euer neues Rosenbeet zerstört oder das Kabel für die super teuren Gartenlampen angesägt und ihr werdet beim Anschalten mit einem schönen Stromschlag begrüßt. Was macht ihr? Verärgert nehmt ihr euch ein Bier aus dem Kühlschrank und setzt euch frustriert vor den Fernseher, nur um euer Gehirn mit weiteren, völlig irrelevanten Informationen vollzustopfen. Hier in Kapstadt gibt es eine viel bessere Methode. Ab auf den Signal Hill und mit einem Sundowner (vorzugsweise „Savanna“) wenigstens dem Abend noch die letzte Ehre erweisen. Auf dem Signal Hill trifft man sich nämlich um abends gemeinsam mit einem Getränk und seinen Freunden den Tag ausklingen zu lassen. Hier kann man das Erlebte mit einem Blick auf das weite Meer revue passieren lassen und schon wär die Sache mit dem Rosenbeet verziehen. Aber auch nach einem schönen Tag lässt sich dieser mit einem Besuch auf dem Signal Hill abrunden. Endings can be beautiful too!

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